Neue Mobilität

Kultur-Boulevard

Ausgangslage

Das Gebiet der ehemaligen Wallanlagen vom Deichtor bis zum Ferdinandstor bietet, auch dank des Wallringtunnels, ideale Voraus-setzungen für eine bessere Erlebbarkeit einer Perlenkette von Kultureinrichtungen, vom Oberhafenquartier bis zur Kunsthalle. Mit der Realisierung von Deckeln südlich und evtl. auch nördlich des Hamburger Hauptbahnhofs würden das Museum für Kunst und Gewerbe sowie die Zentralbibliothek direkt angebunden. Gleichzeitig bietet sich dieser Raum nach einer entsprechenden Umgestaltung als eine der neuen Wegebeziehungen von Alster und Innenstadt zur Verbindung mit der HafenCity an, wie sie das Innenstadtkonzept Hamburg postuliert. Zudem bieten die täglich bis zu 700.000 Gäste des Hauptbahnhofs ein ganz erhebliches und bislang in der Innenstadtplanung nur unzureichend berück-sichtigtes Potenzial zur sozialen und wirtschaft-lichen Belebung der Innenstadt.

Herausforderung

Die bisher im Bereich der Wallstraßen und des Hauptbahnhofs vorherrschende traditionelle verkehrliche Perspektive auf den Stadtraum muss einem multifunktionalen Ansatz weichen, der Stadtzukunft antizipiert, der Kultur, der sozialen Begegnung, der umweltverträglichen Anbindung der HafenCity und der städtischen Lebensqualität Priorität einräumt.

Ziel

Eine neue Verbindungsachse zwischen Elbe (HafenCity) und Alster, eine Aufwertung der großen Hamburger Kultureinrichtungen sowie eine stärkere Sichtbarmachung und Zugänglichkeit der kleineren Einrichtungen, ein lebendiger neuer Platz südlich des Hauptbahnhofs. Gleichzeitig würden östliche und westliche Innenstadt miteinander stärker miteinander verbunden. Auch die Stadtachse zur Horner Geest erhielte einen stark aufgewerteten Startpunkt. Endlich das Potenzial des Hauptbahnhofs für die Innenstadt entdecken und intelligent ausschöpfen.

Lösungsansatz

In enger Abstimmung mit den Kultureinrichtungen ließe sich der Kulturboulevard schon temporär bespielen und vorwegnehmen. Als erster Ausbauschritt ließe sich ein breiter Fuß- und Fahrradboulevard von den Deichtorhallen bis zur Kunsthalle realisieren. Dafür müssten lediglich die heute für Parken und Rechtsabbiegen genutzten Spuren aufgehoben werden. Als zweiter Ausbauschritt sollten die Kreuzungen über dem Wallringtunnel in Kreisverkehre umgewandelt werden – mit enormem Gewinn an Leistungsfähigkeit für alle Verkehrsträger. In einem dritten Ausbauschritt sollte der Boulevard zum Baakenhafen- und Oberhafenquartier und zu Lohsepark und HafenCity Universität verlängert werden.