Neue Mobilität

Ost-West-Boulevard

Ausgangslage

Die Bundesstraße 4 durchquert sechsspurig mit einem hohen Anteil von Durchgangs- und Wirtschaftsverkehr die Innenstadt. Die werktägliche Belastung mit 75.000 Fahrzeugen entspricht dem Aufkommen der Bundesautobahn 7. Der Lärmpegel beträgt über 75 db (nachts über 70 db). Ihre Schadstoffemissionen werden zwar nicht gemessen, dürften allein vom Fahrzeugaufkommen her mit Sicherheit regelmäßig die zulässigen Grenzwerte deutlich überschreiten.

Zudem zerschneidet die Bundesstraße 4 die Innenstadt und trennt das Stadtzentrum von HafenCity und Elbe. Fuß- und fahrradfreundliche Querungen gibt es nicht. An den Kreuzungen weitet sich die Bundestraße durch eine Vielzahl von Abbiegespuren noch erheblich aus. Sie ist das Haupthindernis für eine wirkliche Rückkehr Hamburgs an die Elbe und stellt mit ihren Lärm- und Schadstoffemissionen die mit Abstand größte Beeinträchtigung von Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt dar.

Herausforderung

Die stadtverträglichste und wirtschaftlichste Lösung, eine Verlagerung der B4, stellt gleichzeitig die größte Herausforderung dar. Sie erfordert die Antizipation von Verkehrszukunft, und die Aufgabe des Dogmas von Unverzichtbarkeit des heutigen Verkehrsaufkommens herkömmlicher Art an dieser Stelle.

Ziel

Zurückgewinnung der wesentlichen Innenstadtqualitäten Hamburgs, Einstieg in eine nachhaltige Mobilität. Wirtschaftliche Belebung der Erdgeschossflächen sowie der Nebenstraßen.

Lösungsansatz

Umwandlung in einen einspurigen Boulevard mit breiter Allee in der Mitte für Fußgänger und Radfahrer. Umgestaltung der Kreuzungen mit Kreisverkehrslösungen: Dies würde erheblich Autoverkehrsflächen einsparen, Kosten, Unfälle und Geschwindigkeit senken sowie die Trennungswirkung vollständig aufheben. Falls keine Verlagerung der B4: Tunneloption.