Mehr Wohnen

Gröninger Hof

Ausgangslage

Ein Parkhaus mit trister Fassade drängt sich zum Umbau auf. Perspektivisch wird der Parkraumbedarf in der City deutlich zurückgehen. Gleichzeitig steigt der Bedarf nach Wohn- und Gewerberaum, wie nicht zuletzt das benachbarte neue Katharinenquartier belegt. Die verkehrlich unbedeutende Neue Gröninger Straße bietet sich im Kontext mit Katharinenkirchhof und Katharinenquartier für die Schaffung eines multifunktionalen Begegnungsraums mit Öffnung zum Zollkanal an. Das sozial sehr homogene Katharinenquartier könnte von einer stärkeren sozialen Mischung profitieren. Mit einer nennenswerten Steigerung der Wohnbevölkerung würde die Nachfrage nach Nahversorgung steigen.

Herausforderung

Das Parkhaus bietet schon baulich Herausforderungen: Ist die Betonstruktur intakt und für den Umbau in einen Wohn- und Gewerbehof nutzbar? Oder geht es um Abriss und Neubau? Vor allem aber darf der potenzielle Grundstückswert des städtischen Gebäudes (Sprinkenhof AG) der sozialen Bereicherung des Quartiers nicht im Wege stehen.

Ziel

Mehr Wohnen, soziale Mischung und Funktionsmischung in der Altstadt. Der Neue Gröninger Hof könnte ein Vorzeigeprojekt für die innerstädtische Transformation der autogerechten Stadt in eine nachhaltige, lebendige Innenstadt des 21. Jahrhunderts werden.

Lösungsansatz

Die Grundidee: Realisierung eines Wohn- und Gewerbehofs durch Umnutzung/Abriss des herunter gekommenen Parkhauses mit einem intelligenten Gewerbekonzept für das Erdgeschoss und sozial konzipierter Wohnnutzung (z.B. Mehr-Generationen-Komponente, für einkommensschwache Familien, …). Die Straße „Neue Gröningerstraße“ könnte verkehrsberuhigt (evtl. in Form einer Spielstraße) und ggf. zur Willy-Brandt-Straße hin gesperrt werden. Mit der Realisierung sollten Projektentwickler beauftragt werden, die Erfahrung in nutzer- und stadtteilbezogener Projektentwicklung mitbringen.