Was wir wollen

Wir wollen Mut machen zur einer kreativen und innovativen Stadtentwicklung
im Herzen Hamburgs.

Unser Ziel

Die Initiative „Altstadt für Alle!“ will Mut machen zu einer Stadtentwicklung im Herzen Hamburgs, die Ernst macht mit dem Ziel einer lebenswerten, am Menschen orientierten und nachhaltigen Stadt. Dabei orientieren wir uns an den Zielsetzungen der „Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ (2007, aktualisiert 2017) ebenso wie an der EU-Agenda „Pakt von Amsterdam“ (2016) oder auch an den Oberzielen des „Innenstadtkonzepts Hamburg“ von 2014.

Das Problem ist heute nicht mehr der Dissens darüber, welche „Stadt“ Zivilgesellschaft und Politik anstreben, sondern wie konkret und mutig sich dieses Ziel in ihren Maßnahmen wiederfindet. Und genau dafür setzen wird uns ein.

Wiederbelebung der Innenstadt

Warum gerade die Hamburger Innenstadt? Zum einen, weil die Fertigstellung der HafenCity die Innenstadt insgesamt ganz neu fordert, vor allem aber, weil wir uns davon eine Signalwirkung für ganz Hamburg versprechen. Die Innenstadt, heute von vielen Hamburgerinnen und Hamburgern nur selten besucht, besitzt das Potenzial, wieder zum gemeinsamen Zentrum, zum lebenswerten Mittelpunkt Hamburgs zu werden.

Die Zerstörungen im zweiten Weltkrieg, vor allem aber der großflächige Abriss im Zuge des sogenannten Wiederaufbau der 1950er und 1960er Jahre, haben die City massiv entvölkert und gleichzeitig den öffentlichen Raum zum größten Teil für den motorisierten Verkehr reserviert. Das Potenzial der Innenstadt mit seiner einzigartige Lage zwischen Alster und Elbe, das „Gesamtkunstwerks Hamburg“ (Fritz Schumacher) kann sein Potenzial so kaum entfalten.

Ideenwerkstatt für neues Denken

Großflächiges Einkaufszentrum? Verkehrsknotenpunkt im Haupt- und Fernstraßennetz? Kulisse für Groß-Events? Büro- und Verwaltungszentrum? Diese fraglos zutreffen Funktionsbeschreibungen stellen im Umkehrschluss die Frage nach identitätsstiftenden und sozialen Aspekten: Nach öffentlichem Raum, nach Begegnung, Bildung und Kultur, nach Wohnen, aber auch neuen Formen der Arbeit und einer menschenverträglichen Mobilität.

Politik, Verwaltung und private Investoren unternehmen gegenwärtig viel, um Hamburgs Innenstadt lebenswerter und attraktiver zu machen. Wir glauben aber, dass es noch zu viele selbstgesetzte oder zu wenig hinterfragte Grenzen im Denken und Handeln gibt. Hier setzt unsere Ideenwerkstatt an: Wir wollen gemeinsam Projektansätze identifizieren, die diese Grenzen mutig überwinden. Dabei geht es nicht um irreale Utopien, sondern um Projektideen, die sich an BestPracticeBeispielen anderer europäischer Metropolen orientieren.

Agenda „Altstadt für Alle!“

Diese Projektideen wollen wir in eine Agenda „Altstadt für Alle!“ einbringen, die konkrete Vorschläge und Anregungen für eine am Menschen orientierte Stadtentwicklung in Hamburgs Innenstadt enthält. Warum haben wir uns für den Namen „Altstadt für Alle!“ entschieden? Geht es der Initiative nicht um die gesamte Innenstadt mit Altstadt, Neustadt, Speicherstadt und HafenCity? Selbstverständlich! Dennoch haben wir uns für das griffige „Altstadt für Alle!“ entschieden, weil dieses „Pars pro Toto“ griffiger ist als etwa Innenstadt für Alle! Zudem verweist dieser Name auf den historischen Kern der Hamburger Innenstadt, in dem auch wesentliche Träger unserer Initiative, wie etwa die Patriotische Gesellschaft von 1765 oder die Hauptkirche St. Katharinen, zuhause sind. In der Altstadt kulminieren Probleme wie Potenziale der Innenstadt, Verkehrslast und Unterbevölkerung sind hier am Größten. Älteste historische Substanz und Neubau stehen unmittelbar beieinander. Hier schlägt das Herz für Hamburgs neue Innenstadt besonders kräftig.